Das Buch von der Zukunft
Der Rowohlt-Verlag trat 2002 an mich heran mit dem Ansinnen, doch mal ein Sachbuch über die Zukunft zu schreiben anstatt eines Romans. Da ich bekanntlich Experimenten nicht abgeneigt bin, war das ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte...
Worum geht es? Ganz einfach: Um die Zukunft. Um die Jahrzehnte und Jahrhunderte, die vor uns liegen. Wobei es nicht mein Anliegen war, irgendwelche mahnenden, überspitzten oder sonstwie ausgedachten Zukunftsbilder zu entwerfen nach dem sattsam bekannten (und mittlerweile abgelutschten) Motto "Wenn wir jetzt nicht handeln, dann passiert folgendes Schreckliche"; vielmehr habe ich sämtliche mahnenden Zeigefinger weggelassen und nur einmal versucht, so genau, wie es irgend geht zu umreissen, wie die nahe Zukunft aussehen wird. Schwierig genug, aber auf alle Fälle war es eine höchst faszinierende Beschäftigung.
Themen sind, abgesehen davon, daß ich ein paar grundlegende Gedanken anstelle zu der Frage, inwieweit man überhaupt Aussagen über die Zukunft treffen kann, unter anderem Nanotechnologie, Gentechnik, Internet und Computer, Raumfahrt, Klimaveränderungen, die Konsequenzen der demographischen Entwicklungen und die politischen Konstellationen der Zukunft.
Das Buch erschien erstmals 2004 in einer Hardcoverausgabe in einer Reihe bei Rowohlt, die offiziell eine Jugendbuchreihe war. Kein schlechter Platz für ein Buch über die Zukunft, obwohl es ein offenes Geheimnius war, dass die Bücher dieser Reihe hauptsächlich von Erwachsenen gelesen wurden.
Für die Taschenbuchausgabe 2007 habe ich den Text noch einmal durchgesehen und mit einem ergänzenden Nachwort versehen. Seither ist nun auch schon wieder viel Zeit vergangen, und man hätte inzwischen eine Menge weiterer Nachworte anfügen können, denn natürlich ist vieles anders gekommen, als ich gedacht habe.
Aber es ist immer noch viel Zukunft übrig …