erschienen am 12. August 2005
Wie es zum zweiten Gastroman kam

Ich bin nach dem ersten Gastroman immer wieder gefragt worden, ob ich denn nicht wieder einmal einen PR-Roman schreiben wolle. Ich wußte nie recht, was ich darauf sagen sollte: Einerseits hatte es Spaß gemacht, ja, war sogar so etwas wie die Erfüllung eines Jugendtraumes gewesen - immerhin war Perry Rhodan die Lektüre meiner Teenie-Jahre! -, andererseits gibt es bekanntlich Dinge, die man nicht versuchen sollte zu wiederholen, weil man damit nur etwas kaputt macht. Und ich war mir nicht sicher, ob mein Gastroman nicht vielleicht in diese Kategorie fiel. Deshalb winkte ich letztendlich immer ab, wenn mal wieder die Anfrage kam, ob ich nicht doch noch mal...

Doch die Platzierung in der eben erwähnten Leserumfrage (auf Platz 19 von 20) hatte zur Folge, daß "Der Gesang der Stille" als Sonderdruck neu aufgelegt wurde. Wie es sich gehört, bekam ich ein paar Belege davon, und als die ankamen, las ich ihn wieder. Mit Vergnügen. Und dachte: Ach komm. Das war doch toll. Noch einmal - warum eigentlich nicht?

Ich rief Klaus N. Frick an, der mir immer gesagt hatte, ich bräuchte nur anzurufen. Und kurz darauf war das ausgemachte Sache.

Diesmal allerdings …
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erschienen am 7. August 2009
Zu diesem Gastroman kam es, weil das Autorenteam nach dem allzu frühen Tod des Exposéautor Robert Feldhoff "Personalmangel" hatte, sprich: Ich wurde gefragt, ob ich aushelfen könne, indem ich einen der zu schreibenden Romane übernähme. Um mir die Sache schmackhaft zu machen, bot man mir sogar an, den Roman 2500 zu schreiben – aber als Gastautor einen Zyklusstart zu schreiben, zumal einen mit einer so bedeutsamen runden Zahl, das kam mir dann doch zu unangebracht vor. Das müsse jemand aus dem Team machen, meinte ich, ich würde dann eine andere Nummer übernehmen.

Und so kam es, dass ich den Band 2503 schrieb. Dessen Exposé unangenehm viel brutale Gewalt vorsah; es war schwierig, daraus was zu machen, mit dem ich zufrieden sein konnte.


erschienen am 17. Mai 2013
Rund 200 Bände (was sich übersetzt zu: rund 4 Jahre) später kam es dann doch dazu, dass man mir die Aufgabe übertrug, einen "Nuller-Band" zu schreiben, der traditionell einen neuen Erzählzyklus eröffnet, nämlich Band 2700. Der – was man damals aber noch nicht ahnen konnte – eine der großartigsten Episoden in der an großartigen Episoden nicht gerade armen Serie einleiten sollte.

Für einen "Nuller-Band" hat man etwas mehr Platz zur Verfügung als in einem normalen Heft, allerdings war auch das Exposé ziemlich umfangreich, sodass ich den Platz tatsächlich auch brauchte.

Besonders freut mich, dass es mir mit diesem Roman gelungen ist, die Pfefferminztee trinkende Anna Patoman mit den nicht öffentlichkeitstauglichen Meinungen zu diesem und jenem als eine Figur zu etablieren, die später auch von anderen Autoren aufgegriffen und weitergeführt wurde; sie machte noch ziemlich Karriere: war sie bei mir noch Oberste, stieg sie später zur Admiralin der Liga-Flotte auf, und später wurde gar eine Raumschiffsklasse nach ihr benannt.


erschienen am 10. Juli 2015
Dieser nunmehr vierte Gastroman war Teil einer auf 4 Bände angelegten Episode innerhalb des Zyklus, der Atlan und einige Begleiter in eine parallele Wirklichkeit führen sollte, in der, was die Zukunft anbelangte, alles schief gegangen war, was nur schiefgehen konnte. Im Vorfeld durfte ich ein paar eigene Ideen beitragen, wie diese "falsche Welt" aussehen könnte, die sich dann auch fast alle im Exposé wiederfanden.

Am liebsten hätte man es gesehen, wenn ich alle 4 Bände geschrieben hätte, aber das ließ sich zeitlich nicht einrichten. Ich schlug vor, dass Verena Themsen, deren Romane ich sehr schätze, die anderen beiden Bände schreiben solle, und so kam es dann auch. Wir haben uns in etlichen Mails abgestimmt, damit auch in den Details alles passte, und sie hat die Geschichte der "falschen Welt" sehr gut zu Ende gebracht.


erschienen am 17. Juli 2015
Mein zweiter Beitrag zur "falschen Welt", in dem alles noch schlimmer wird …

Die vier Bände sind später als eigenes Taschenbuch erschienen:

Perry Rhodan - Die falsche Welt Andreas Eschbach, Verena Themsen

ISBN/EAN: 978-3-404-20866-1
Umfang: 480 S.
Erschienen am 14.10.2016


erschienen am 9. Dezember 2022
Nicht ganz zwei Jahre zuvor war ich im Rahmen einer Online-Veranstaltung (es waren die Pandemiejahre, und wir alle lernten, was "Zoom" war) gefragt worden, ob ich nicht mal wieder unserem "Mann im All", Perry Rhodan, dabei helfen wolle, die Milchstraße zu retten – da konnte ich ja schlecht Nein sagen, oder?

Und außerdem, so sagte man mir, hätte ich noch nie einen 99er-Band geschrieben; das müsse ich aber unbedingt mal machen.

So kam es, dass ich mich drei Wochen im September 2022 damit vergnügte, die Vorgaben der Exposéredaktion in einen Roman umzusetzen und den unsterblichen Helden kreuz und quer durch Raum und Zeit zu jagen.

Ob es der "richtige" Abschluss für diesen Zyklus war, darüber gehen die Meinungen auseinander. Aber das festzulegen war ja nicht meine Aufgabe; das ist Sache der Exposé-Autoren (als ich anfing, den Roman zu schreiben, war gerade erst Band 3185 erschienen, und ich hatte keine Ahnung, was in den Bänden davor passieren mochte). Ich persönlich war froh, keine gigantomanische Raumschlachten schildern zu müssen (was in den alten Zeiten Standard war für einen Band mit der 99 am Ende), sondern mich auf die Figur Rhodans konzentrieren zu dürfen: Es war auf jeden Fall ein
ungewöhnlicher Abschluss.

Und ohnehin
endet die Geschichte ja nie wirklich, sondern geht immer weiter und weiter …
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