Kurd-Laßwitz-Preis für "Ein König für Deutschland"

Bei der offiziellen Preisverleihung letzten Samstag auf dem Elster-Con konnte ich sie leider nicht persönlich entgegennehmen, dafür kam sie heute mit der Post: Die offizielle Urkunde des Kurd-Laßwitz-Preises 2010, den "Ein König für Deutschland" gewonnen hat.

Das freut mich insbesondere deshalb, weil damit dokumentiert ist, dass nicht nur der eine oder andere erkannt hat, dass es sich beim "König für Deutschland" um einen waschechten Science-Fiction-Roman handelt, sondern – um mich mal an die entsprechende Formulierung der Preisstatuten anzulehnen – eine "Mehrheit der deutschsprachigen SF-Schaffenden" (die sind es nämlich, die abstimmungsberechtigt sind). Das heißt, selbst ein Roman, auf dem nicht das Etikett "Science Fiction" pappt und der weder im Weltraum spielt, noch Aliens, Laserpistolen oder Raumschiffe bieten kann, wird als Science Fiction erkannt: Denn das ist es ja, was im "König für Deutschland" geschieht – Science (hier: Computertechnik, Politikwissenschaft, Geschichte) wird mit Fiktion (hier: die groteske Karriere des Gymnasiallehrers Simon König) verbunden, zum Zwecke der Unterhaltung, Erbauung und wozu sonst man Romane lesen mag.

Die sie punktemäßig ziemlich dicht folgen, seien an dieser Stelle auch die Bücher genannt, die auf die nächsten Plätze gelangten:
Platz 2: Michael Marcus Thurner, "Turils Reise", Heyne
Platz 3: Karsten Kruschel, "Vilm", Wurdack
Platz 4: Frank Schätzing, "Limit", Kiepenheuer & Witsch

Alle weiteren Informationen finden sich auf der Website des Kurd-Laßwitz-Preises.