"Eine unberührte Welt" als Hörbuch

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Gestern brachte die Post mein Belegexemplar und erinnerte mich daran, dass ja dieser Tage eine Hörbuchausgabe meiner Kurzgeschichtensammlung "Eine unberührte Welt" erschienen ist: Nicht alle in dem Band enthaltenen Stories, aber immerhin eine "best of"-Auswahl von 10 davon, der ich zu widersprechen keinen Grund sehe.

Enthalten sind:
1. Humanic Park, gelesen von Jürgen Prochnow
2. Die grässliche Geschichte vom Goethe-Pfennig, gelesen von Joachim Kerzel
3. Die Wunder des Universums, gelesen von Nicole Engeln
4. Die Wiederentdeckung, gelesen von Simon Jäger
5. Al-Qaida, gelesen von Rolf Berg
6. Rain Song, gelesen von Michael Mendl
7. Garten Eden, gelesen von Christoph Wortberg
8. Ein Fest der Liebe, gelesen von Yara Blümel
9. Das fliegende Auge, gelesen von Joachim Kerzel
10. Eine unberührte Welt, gelesen von Jürgen Prochnow

Ich bin noch nicht dazu gekommen, mir die insgesamt 4 CDs mit einer Laufzeit von 311 Minuten selber anzuhören, aber besonders gespannt bin ich natürlich auf "Garten Eden", denn diese Story gibt es ja hier vor Ort auch in einer von mir selber gelesenen Fassung.

Fernsehtermin: ORF III, Dienstag 11.4., 20:15

Ich war vor kurzem in Wien zur Aufzeichnung eines ziemlich ungewöhnlichen Bücher- und Autorenmagazins, von dem ich, mangels eigenem Fernsehgerät und entsprechenden Freizeitgewohnheiten, bis zu der Einladung noch nie gehört hatte, nämlich der Sendung "erLesen": Ein Moderator lädt vier gänzlich unterschiedliche Autoren ein, kredenzt ihnen ein Glas Wein, und dann wird palavert – über das aktuelle Buch, über andere Bücher, über Gott und die Welt. Die anderen Gäste hatten es nicht so weit wie ich, waren sogar teilweise direkt aus Wien: der Kabarettist und Autor Roland Düringer, die Schauspielerin Ulrike Beimpold und der Dichter Stephan Eibel Erzberg. Moderator ist stets Heinz Sichrovsky. So sah das aus:

erlesen

Es war ziemlich kurzweilig und, wie immer bei solchen Sendungen, viel zu schnell vorüber. Ausgestrahlt wird das alles am kommenden Dienstag, dem 11. April 2017, um 20:15 auf ORF III, und an den folgenden Tagen wird es noch etliche Male wiederholt.

Nochmal zu Leipzig

Noch einmal der Hinweis: Ich werde am Sonntag auf der Buchmesse Leipzig sein, beginnend damit, dass ich um um 10 Uhr auf der "Leseinsel Fantasy" lesen werde. Das ist in Halle 2 der Stand H410, und lesen werde ich aus "Aquamarin" … und eine klitzekleine Kostprobe aus dem Nachfolgeband wird es auch geben.

10 Uhr! Das ist quasi unmittelbar nach Öffnung der Messe. Geschwindigkeit ist von Vorteil. Und dran denken: Am Sonntag werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt, das heißt, eine Stunde vorstellen (und eine Stunde früher aufstehen). Wer's vergisst, kommt erst um 11 Uhr an, und da liest dann schon jemand anders.

Ich werde allerdings den Tag weitgehend auf der Messe verbringen; die Möglichkeit, mir irgendwoanders über den Weg zu laufen, besteht also.

Das Marsprojekt hat Nachschubprobleme

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In letzter Zeit haben mich viele Mails erreicht von Leuten, die sich Folgebände des "Marsprojekts" kaufen wollten, mit diesem Wunsch aber auf leere Regale stießen.

Das liegt daran, dass die Lizenz für die Taschenbuchausgabe bei Lübbe ausläuft und auch nicht verlängert wird, weil der Arena-Verlag die Romanreihe selber im Taschenbuch neu auflegen möchte. Ein solcher Übergang von einem Verlag zum anderen ist immer mit einer gewissen "Durststrecke" verbunden, denn der bisherige Verlag hat das Recht, die noch vorhandenen Exemplare abzuverkaufen, sodass der neue Verlag nicht sofort mit seiner Ausgabe einsteigt, sondern lieber noch wartet, damit man sich nicht in die Quere kommt. Ungewöhnlich in diesem Fall war jedoch, dass ausgerechnet der vierte Band der Reihe als erstes vergriffen war – niemand weiß, warum.

Um den Engpass nicht allzu schlimm werden zu lassen, hat Arena kurzfristig gehandelt und eine "Übergangs-Ausgabe" des 3. Bandes herausgebracht. Der Bastei-Lübbe-Verlag war damit einverstanden, dass dafür das Design der Lübbe-Taschenbuchausgabe verwendet wird, sodass das Taschenbuch genauso aussieht wie das vergriffene – nur, dass unten "Arena" steht statt "Bastei-Lübbe". Womöglich ein Sammlerstück, angesichts der kleinen Auflage?
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À propos Sammler: Zwischenzeitlich wurden die vergriffenen Taschenbuchausgaben schon zu Phantasiepreisen bei eBay und anderen Portalen gehandelt. Auf diese Angebote einzugehen ist meines Erachtens Geldverschwendung, denn, wie gesagt, die Taschenbücher kommen wieder, es ist nur eine Frage der Zeit. Mal ein Fall, in dem sich Geduld eindeutig auszahlt.

Allerdings: Die schöne Hardcover-Ausgabe mit den transparenten Schutzumschlägen wird nicht neu aufgelegt; wer diese Bände nicht gekauft hat, hat sie leider verpasst.


Leipzig, ich komme!

Ob ich denn nicht mal nach Leipzig auf die Buchmesse kommen wolle, werde ich immer wieder gefragt. Als ob das damit zu tun hätte, was ich will! Frankfurt ist nun mal "die" Buchmesse, und wenn meine Bücher im Herbst erscheinen, ist Frankfurt Pflicht. Und da ich weitab des Geschehens lebe, muss ich mit Reisen haushalten; schließlich wollen die neuen Bücher auch irgendwann geschrieben werden, und das möglichst nicht zwischen Tür und Angel.

Aber dieses Jahr habe ich mich vom Arena-Verlag überreden lassen, nach Leipzig zu kommen, wenn es auch nur ein Tag wird, nämlich der Sonntag. Den beginne ich dafür früh, nämlich gleich um 10 Uhr mit einer Lesung auf der "Fantasyinsel".

Papyrus Stilanalyse: Kleines Anwendungsbeispiel

Ich wollte die Anwendung der Stilanalyse schon immer mal an einem Beispiel aus der Praxis zeigen, aber das ist gar nicht so einfach, wenn es wirklich ein Beispiel aus der Praxis sein soll. Denn: Wenn man einen Text mithilfe der Stilanalyse überarbeitet, ist man so »drin«, geht so darin auf, dass man unmöglich gleichzeitig neben sich treten und kommentieren kann – das wäre ein bisschen so, als verlange man von einem Boxer, seinen eigenen Kampf zu kommentieren, während er ihn kämpft. Beim Schreiben ist es zwar nur der Kampf gegen sprachliche Schwachstellen, aber auch da muss man ganz bei der Sache sein.

Nun habe ich gerade eine Überarbeitung hinter mir (das Manuskript des Folgeromans zu »Aquamarin«), und eines Morgens, als ich mich an den Computer setzte, das nächste zu bearbeitende Kapitel aufrief und die ersten Zeilen betrachtete, sah ich darin plötzlich ein schönes Beispiel, an dem sich erklären lässt, wie man die Stilanalyse nutzt.

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