1. Online-Autorenmesse

Das ist jetzt interessant für alle, die ambitioniert schreiben: Jurenka Jurk, Autorin und Autorencoach, veranstaltet vom 5. – 12. November die erste "Online-Autorenmesse": Das muss man sich vorstellen wie eine Zusammenkunft von vielen Autoren und Fachleuten aus der Buchbranche, die sich zu allen möglichen Aspekten ihrer Arbeit interviewen lassen – nur dass das Ganze eben, 21.-Jahrhundert-cyberspace-mäßig, online stattfindet und man sich nicht aus dem Haus begeben muss, um diese Gespräche, Vorträge usw. zu sehen (oder zu führen). Wer sich rechtzeitig anmeldet und an den genannten Tagen online geht, kann das Programm gratis verfolgen; wer über die Messetage hinaus Zugriff auf die Videos haben will, kann einen entsprechenden Zugang erwerben: Das ist das Geschäftsmodell.

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Das erwähne ich hier natürlich deshalb, weil auch ich unter den Autoren bin, die Jurenka interviewt hat: Das Gespräch, das sie per Skype mit mir geführt hat, ist ab Sonntag, dem 5. November, um 17 Uhr zu sehen. Hier das ganze Programm.

Phantastik-Award

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So sieht er aus, der Phantastik-Award, den ich mit meiner Kurzgeschichte "Acapulco! Acapulco!" gewonnen habe. Schick. Ein bisschen scharfkantig (die Feder), aber das passt irgendwie schon; ein guter Text soll ja auch piksen.

Messetermine

Ich werde am Samstag (14. Oktober) auf der Frankfurter Buchmesse sein – mit einem vollen Programm, dessen Einzelheiten jetzt endlich auch in meinem Kalender stehen.

"Eine Tagung zu Lebzeiten!"

»Eine Tagung zu Lebzeiten – Respekt, Herr Kollege!« Mit diesen Worten begann Burkhard Spinnen, langjähriger Vorsitzender der Jury des Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Preises, seinen Vortrag, der die »weltweit erste Eschbach-Tagung« am 24. und 25.9.2017 in Wolfenbüttel eröffnete, wie der Leiter des Programmbereichs Literatur der Bundesakademie, Olaf Kutzmutz, im Lauf der zwei Tage mehrmals und mit sichtlichem Vergnügen an dieser Formulierung betonte.

eschbachtagung

Nach Spinnens Vortrag über die Verlockungen und Fallstricke des Sujets »Zeitreisen«, auch anhand des Romans »Das Jesus-Video«, erzählte der Hörspielregisseur Leonhard Koppelmann, wie er an das Problem herangegangen war, 2003 den fast 800-seitigen Wälzer »Eine Billion Dollar« für den WDR in ein nur 4-stündiges Hörspiel zu verwandeln, ohne Wesentliches zu opfern. Man merkte ihm sowohl seine reichhaltige Erfahrung als auch seine Begeisterung für das Medium Hörspiel an.

Anschließend analysierte Kathrin Lange, selbst Autorin phantastischer und historischer Romane sowie von Thrillern, Romancoach und Dozentin an der Bundesakademie, die Enden einiger meiner Romane, fragte nach den geweckten Erwartungen und inwieweit die Romane sie erfüllten.

Nach dem Abendessen war ich selber an der Reihe. Ich las ein Stück aus dem "Todesengel" und stellte mich anschließend den mehr oder weniger hochnotpeinlichen Fragen von Olaf Kutzmutz zu Werdegang, Hintergedanken und Arbeitsweisen. Peinlichster Moment: Als er mich aufforderte, den Anfang des »Jesus-Video« auf Schwäbisch zu lesen. Völlig unvorbereitet scheiterte ich daran und musste bekennen, dass meine Eltern beides Flüchtlinge waren und ich somit nur Schwabe erster Generation bin. Es folgte eine Signier»stunde«, die zwanglos in lockeres Geplauder überging, das manche Tagungsteilnehmer dank ebenso üppiger wie gut gekühlter Biervorräte bis 2 Uhr nachts und länger fortsetzten.

Am zweiten Tag referierte Wulf Dorn, Bestsellerautor und erklärter Liebhaber gruseligen Psychohorrors, über den Roman »Ausgebrannt« und erzählte unter anderem, wie seine Frau und ihn die Lektüre dieses Romans davor bewahrt hat, auf der Suche nach einem neuen Domizil eine zu große und zu aufwendig zu heizende Villa zu kaufen.

Anschließend erklärte Klaus N. Frick, Chefredakteur der Perry Rhodan-Serie und damit oberster Rhodanisator des Universums, wie diese Serie funktioniert, wie Autoren seit nunmehr 56 Jahren zusammenarbeiten, damit pünktlich jede Woche ein neuer Roman erscheinen kann, was die Welt von Perry Rhodan umfasst (in einfachen Worten: das gesamte Universum) – ja, und welche Spuren ich mit meinen 6 bisher dazu beigesteuerten Romanen darin hinterlassen habe, seit vor ziemlich genau zwanzig Jahren*, nämlich am 22.9.1997, oder vor fast 1000 Bänden, mein erster »Gastroman« mit der Nummer 1935 veröffentlicht wurde.

Den Abschluss machte Regula Venske, Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und derzeit amtierende Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland. Wenige Stunden zuvor eigens von dem in der Ukraine stattfindenden internationalen Treffen der PEN-Clubs angereist, schilderte sie, wie die Lektüre des Romans »Ein König für Deutschland" sie abends im Bett zum Lachen und tagsüber, angesichts der herannahenden Wahlen, bei diversen politischen Veranstaltungen immer wieder zum Nachdenken gebracht hat.

Und dann war sie schon vorbei, die »weltweit erste Eschbach-Tagung«. Zu Lebzeiten, man denke! Was ja, wenn man es bedenkt, sowohl Vor- wie Nachteile hat: Einerseits kann der Autor dabei sein, und man kann ihm Fragen stellen – andererseits kann es auch vorkommen, dass er den Referenten einfach widerspricht. Was davon der Vorteil und was der Nachteil ist, darf jeder selbst entscheiden …

*Nachtrag: Einigen Lesern ist aufgefallen, dass Klaus N. Frick sich hier geirrt hat – nicht 20, sondern erst 19 Jahre sind seit dem Erscheinen des ersten Gastromans vergangen, der zwar tatsächlich am 22. September in die Kioske kam, aber erst im Jahre 1998.

Autorenlesung online

letslistenlogo
Der SF-Autor Frank Hebben hat vor einiger Zeit ein Projekt gestartet, das folgendermaßen funktioniert: Er überredet Autoren dazu, eine eigene Story selber einzulesen, und stellt die Aufnahme anschließend auf dem Portal letslisten.de online.

Das ist deswegen eine Meldung hier, weil er mich auch überredet hat, und infolgedessen kann man, so man will, von nun an dort meine Lesung der Story "Acapulco! Acapulco!" hören, die letztes Jahr im Magazin "EXODUS" erschienen ist.

Direkt zur Lesung (räusper, räusper) geht es hier.